Altgeringswalde

Dieser Ortsteil wird oftmals als nordöstliches Eingangstor in das Rochlitzer Land bezeichnet. Das erstmals im 12. Jahrhundert erwähnte Dorf gehörte bis zur Reformation zum Hause Schönburg. Wie alle anderen Bürger umliegender Orte waren auch die Altgeringswalder  für die Versorgung des St.-Marien-Klosters Geringswalde verantwortlich.

Besucher von Geringswalde sollten sich auf jeden Fall auch in diesem Gemeindeteil umschauen und den Ortsteil nicht nur als Durchgangsort ansehen. Erhalten sind noch einige Vierseitenhöfe. Auch wenn diese nicht mehr für die landwirtschaftliche Produktion genutzt werden, geben sie doch Auskunft über eine interessante Ortsgeschichte.

Eine der ältesten Kirchen in der Umgebung ist das Altgeringswalder "Dorfkirchlein", wie es die Einheimischen liebevoll nennen. Diese ist ein prägnantes Zeugnis längst vergangener Jahrhunderte. Vieles, beispielsweise der eingemauerte steinerne Weihkessel in der Vorhalle, deutet darauf hin, dass dieser Bau bis zur Zeit der Reformation als Kapelle errichtet worden war. Das Tabernakel für die geweihte Hostie sowie auch die erhalten gebliebenen Altarbilder zeugen von katholischem Ursprung. Das Messgeschäft wurde einst von den Priestern des St.-Marien-Klosters besorgt. Heute gehört dieses kulturhistorische Kleinod zur evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Geringswalde.

In der Gegenwart wird die wirtschaftliche Struktur geprägt durch Handwerk, Gewerbe und nach wie vor durch die Landwirtschaft. Geringswalde und Altgeringswalde verbindet ein Gewerbemischgebiet, auf dem sich produzierendes Gewerbe angesiedelt hat.