Arras

Der heutige Ortsteil Arras wurde 1231 erstmals urkundlich erwähnt. Es ist ein kleiner Ort wie viele in der Gegend. Seine Bewohner mussten Frondienste leisten und Arras hatte in Folge mehrere Herrschaften zu bedienen. Das Anfang des 15. Jahrhunderts dort ansässige Adelsgeschlecht hatte wahrscheinlich nicht die besten Karten, denn im Jahre 1551 wurde der Ort samt Einwohnern dem Rittergut Kriebstein zugeschlagen. Von 1696 – 1764 gehörte es zum Rittergut Schweikershain.

Gleich, welcher Herrschaft sie angehörten, die Arraser Bauern mussten Frondienste für sie leisten und Abgaben bringen. Kriege, Seuchen, Krankheiten – all dies bürdete ihnen zusätzliche Lasten auf. So hatten sie beispielsweise während der Befreiungskriege im Frühjahr 1813 innerhalb von nur vier Wochen 834 Soldaten und 751 Pferde zu versorgen.

Neben der Bauernschaft entwickelte sich im Ort eine beachtliche Handwerkerschaft. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich Bäcker, Fleischer, Schmiede, Schuhmacher, Korbmacher, Stellmacher, Schneider angesiedelt. Regelmäßig boten fliegende Händler ihre Ware feil. Der Bau der neuen Eisenbahnstrecke Rochlitz-Waldheim in den Jahren 1890 bis 1893 brachte nicht nur noch mehr Leben, sondern auch ein gutes Stück Industrialisierung nach Arras. Von der Struktur her war und ist Arras ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Mehr und mehr will sich jedoch auch dieser Ortsteil dem Tourismus öffnen. Heute ist das ländlich geprägte Arras ein beliebter Standort für Häuslebauer. Die günstige Erreichbarkeit über die Bundesstraße B 175, mehrere Landstraßen, Busverbindungen zu dem umliegenden Städten Geringswalde, Rochlitz und Mittweida bieten die verkehrstechnischen Voraussetzungen, für die Alternative: „Arbeiten in der Stadt“ und „Wohnen im Grünen“.