Holzhausen, Hoyersdorf und Neuwallwitz

Holzhausen ist ein reizvoller Gemeindeteil, von dem aus man innerhalb einer reichlichen Stunde – entlang schöner Wiesen, Auen und Teiche – die Talsperre Kriebstein erwandern kann. Es ist von Mischwäldern umgeben. So laden nördlich die in etwa 1 km Entfernung gelegene „Fröhne“ und die ebenfalls nur etwa 1 km – allerdings in südwestlicher Richtung – gelegene „Kohlung“ zu einem erholsamen Spaziergang ein.

Der Name „Kohlung“ rührt wahrscheinlich daher, dass hier vor langer Zeit tatsächlich Meiler rauchten und Holzkohle hergestellt wurde. Dieses unbesiedelte Waldgebiet von ungefähr 100 ha hat vermutlich auch etwas mit der Entstehungsgeschichte des Ortsnamens zu tun. „Zu den Häusern am Holz“, so wird gesagt, könnte der Ursprung des Namens des 1445 erstmals erwähnten Ortes Holzhausen sein.

Wer sich jedoch lieber in Wäldern erholt, in denen es möglich ist, einmal über den Zaun auf schöne Gärten und Bungalows zu schauen, den sollte sein Weg eher in die „Fröhne“ führen. Dieses Gebiet wurde, so berichtete das „Harthaer Heimatbuch“ erstmals 1233 in der Stiftungsurkunde des Benediktinerklosters Geringswalde als der Wald bei Heinrichisdorf erwähnt. Dieses Heinrichisdorf ist im übrigen höchstwahrscheinlich der heutige Ortsteil Hoyersdorf, welches bereits im Jahre 1974 in die damals noch eigenständige Gemeinde Holzhausen eingegliedert wurde.

Fährt man von Hoyersdorf in Richtung Mittweida, schließt sich gleich ein weiterer – ehemals eigenständiger – Ortsteil an: Neuwallwitz. Im 18. Jahrhundert entstanden – ist Neuwallwitz im Gegensatz zu anderen umliegenden Dörfern ein junger Ort. Er verdankt wohl seinen Namen dem Erbauer Hans-Joachim von Wallwitz, Rittergutsbesitzer von Schweikershain. Überliefert ist auch, dass jeder Häusler von Neuwallwitz vom Rittergutsherrn zwar Grund und Boden erhielt, er sich davon aber keinesfalls ernähren konnte. Damit war er gezwungen, sein Hauptbrot auf dem Rittergut zu verdienen.

Man nimmt an, dass es wohl gerade diesem Umstand zu verdanken sei, dass sich Anfang diesen Jahrhunderts gerade hier etliche kleinere und mittlere Betriebe ansiedelten. Für seine Stuhlfabriken und –werkstätten war Neuwallwitz ab Beginn der 20er Jahre weithin bekannt. Immerhin arbeiteten damals von rund 270 Neuwallwitzern 70 Einwohner in dieser Branche.